Hier fassen wir die bisherigen Medien-Echos zusammen.
Auf der Webseite von "Neustadt-Geflüster" ist hier ein Beitrag zu lesen:
Auf der Webseite "Neustadt.de" ist hier ein Beitrag zu lesen:
Sächsische Zeitung am 7. Januar 2009
Projekttheater lädt zur Inventur der Neustadt ein
Äußere Neustadt - Ideen der Anwohner sollen zum Jubiläum der DDR-Revolution auf die Bühne gebracht werden.
Am Projekttheater in der Louisenstraße 47 ist ein Vorhaben aus der taufe gehoben worden, das zum 20. Jahrestag der DDR-Revolution eine Bestandsaufnahme der Äußeren Neustadt ergeben soll. Es läuft unter dem Namen "SzeneNeustadt". Bis zum November sollen Ideen der Anwohner zu einem Theaterstück geformt und auf die Bühne gebracht werden. Das beispiellose Projekt wird von den Kulturstiftungen des Bundes und des Landes Sachsen unterstützt.
Gestern wurde dazu ein Fragebogen vorgelegt, mit dem der erste Schritt zur Inventur gemacht werden soll. Der Soziologe Jens A. Forkel hat ihn entwickelt und erhofft sich daraus Aufschluss darüber, was heute dir brennendsten Themen in dem Viertel sind, das einst die Bunte Republik hervorbrachte.
Nach der Auswertung werden die Neustädter ab April aufgerufen, Texte und Szenen zu dem Komplex zu schreiben, die sich bei der Befragung herauskristallisiert haben. Ideengeber und Projektleiter Andreas Hüttner setzt dabei auf die vielen kreativen Geister in der Neustadt. Auch von Projektpartnern wie dem Kulturbüro, der Treberhilfe, dem verein Weiterdenken und dem Wehnerwerk hofft er auf Resonanz. Angesprochen ist auch die Dreikönigschule, die seit Jahren mit dem Theater kooperiert.
Im Juni soll diese Materialsammlung bei einer Lesung im Projekttheater vorgestellt werden. Dabei erfolgt auch die Auswahl der Texte und Ideen, die schließlich für die Zusammenstellung des endgültigen Stücks ausgewählt werden.
Das wollen dann Hüttner und Ausstatterin Karola Hupfer für die Bühne fertig machen. Vielleicht werde das eher eine Revue, als ein geschlossenes Stück, sagt der Regisseur. Jedenfalls solle deutlich werden, wie sich die Neustadt seit dem Aufbruch 1989 entwickelt hat und wohin sie strebt.
S.Rössel
DRESDNER Kulturmagazin, Augsgabe Februar 2009
Alles muss raus! Und raus auf die Bühne!
Das projekttheater ruft zur "Inventur eines Stadtteils" das Theaterprojekt "SzeneNeustadt" aus
Anlässlich des 20. Jahrestages der mehr oder weniger friedlichen Revolution von 1989 ruft das projekttheater als Urgestein des Szenenviertels die Neustadtbewohner zur Mitgestaltung eines "bürgerschaftlichen Theaterstücks" auf. Es geht um eine Standortbestimmung des wohl lebendigsten Dresdner Stadtteils: Was zeichnet die äußere Neustadt heute aus? Was bedeutet es, ein Neustädter zu sein? In welchem Geiste hat alles begonnenen? Wie entwickelte sich die "Bunte Republik" in den letzten 20 Jahren und wohin könnte sie sich künftig entwickeln?
Ein "Novum" sei dieses "Mitmachprojekt", so Initiator, Projektleiter und Regisseur Andreas Hüttner, ein "Kaleidoskop und Mosaik der Meinungen, Erinnerungen, Visionen und Utopien." Denn die Bewohner - egal ob Rentner, Schüler, Professioneller oder Schreib-Amateur, Neustadtliebhaber oder -hasser - können nach dem Schreibaufruf vom 30. März all ihre Gedanken und Erlebnisse, die sie mit ihrem Kiez verbinden, in Form einer selbstgeschriebenen Szene bzw. Story bis zum 31. Mai beisteuern. Sämtliche eingereichten Texte werden dann im Rahmen der öffentlichen "Materialschlacht" am 17. Juni von Schauspielern vorgestellt und gemeinsam mit den Autoren diskutiert. Nachdem eine Jury aus Theatermachern und Anwohnern die geeignetsten Texte ausgewählt hat, beginnt die "professionelle Phase", in der diese Zuarbeiten zu einem Theaterstück weiterentwickelt werden. Ein Feedback über den Inszenierungs- und Probenprozess erhalten die Autoren während zweier Zwischenauswertungen.
Doch bevor es soweit ist, steht eine Inventur an: Seit 6. Januar wir der Kontakt zu den Anwohnern mittels Fragebogen hergestellt, der vom Soziologen Jens A. Forkel wissenschaftlich begleitet und um eine soziologische Studie ergänzt wird. Der Fragebogen, dessen Beantwortung ca. 20 Minuten in Anspruch nimmt, liegt im projekttheater und bei den Partnern (z.B. Kulturbüro, Treberhilfe, Panama, Bildungswerk Weiterdenken) aus oder kann online auf der Webseite bis 16. März ausgefüllt werden. Damit sollen neben relevanten statistischen Daten die verschiedenen Meinungen der Neustädter erhoben werden, um Anhaltspunkte für den weiteren Prozess, etwa für den "Schreibaufruf" zu erhalten. Denn ob das Neustadt-Theaterstück tendenziell "eher eine Komödie oder Tragödie" werde, ob sich gar eine Verklärung á la "Früher war alles besser" abzeichne und ob sich die Neustädter das Ganze beispielsweise nur als ein Straßentheaterstück vorstellen können, zeige sich erst nach Eingang der Fragebögen und Zuarbeiten, so Hüttner. Möglich und erwartbar sei vieles. Welches Meinungsbild sich aber letztendlich auch durchsetzen mag, alles werde mit "Tiefgang angegangen", so Julius Skowronek, Geschäftsführer des projekttheaters. Neben ihm, Hüttner und Forkel, zählen zum Projektteam die Bühnen- und Kostümbildnerin Karola Hupfer und der Schauspieler Utz Pannike. Die Uraufführung des Theaterstücks findet dann am 4. November im projekttheater statt, weitere acht Vorstellungen sollen folgen.
Katrin Grahle


